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Interview mit Lisa von TOKYOPOP zu „Cold Game“


Mittwoch, 15. Dezember 2021, 11:50 Uhr
Interview mit Lisa von TOKYOPOP zu „Cold Game“
©2018 Kaneyoshi IZUMI/SHOGAKUKAN

Anlässlich der aktuellen Veröffentlichung des neusten Titels aus dem I-LOVE-SHOJO-Label, Cold Game (jap.: Called Game), durften wir mit der zuständigen TOKYOPOP-Redakteurin, Lisa, ein kleines Interview zu dem Manga führen.

Bei dem Werk handelt es sich um das Debüt von Mangaka Kaneyoshi Izumi bei TOKYOPOP, das offiziell seit dem 09. Dezember 2021 zu einem Preis von 6,99 € im Handel zu finden ist. Der Manga ist zum Beispiel hier bestellbar. Nachfolgend werden wir uns selbst mit MP abkürzen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen des Interviews.


MP: Wie seid ihr auf Cold Game aufmerksam geworden und warum wolltet ihr diesen Titel veröffentlichen?

Lisa: Mit Yona, Shuka oder auch Prinzessin Sakura haben wir bereits einige Titel, deren fantastische Geschichten zeigen, dass Shojo-Manga nicht nur von der ersten Liebe an der Highschool erzählen. Aufbegehrende Prinzessinnen, die ihre Rolle in der Gesellschaft hinterfragen und für Selbstbestimmung kämpfen, stehen ja quasi für die Ursprünge der Shojo-Manga, denen Osamu Tesukas Ribon no Kishi / Princess Knight als Vorbild diente. In diese Tradition reiht sich auch Cold Game ein. Hier dominiert das Drama und die Story entführt die Leser*innen in eine fiktive, mittelalterliche Zeit, die uns sofort an Games of Thrones erinnert hat. Als mein Kollege Ben den Manga in einer Redaktionssitzung vorgestellt hat, haben wir den Titel als wunderbare Ergänzung unseres Programms wahrgenommen. Außerdem ist die Mangaka in Deutschland keine Unbekannte: Bereits vor zehn Jahren erschien bei Carlsen Manga ihre Serie Seiho Highschool Boys.

©2018 Kaneyoshi IZUMI/SHOGAKUKAN

MP: Warum habt ihr euch für den Titel Cold Game entschieden?

Lisa: Im japanischen Original – und übrigens auch in der französischen Version – hat man sich für den Titel Called Game entschieden. Der Begriff „called game“ wird im Baseball benutzt und bezeichnet ein abgebrochenes Spiel, das unter bestimmten Voraussetzungen wiederaufgenommen wird. In Japan hat Baseball einen ähnlichen Stellenwert wie bei uns der Fußball und viele japanische Leser*innen können sicherlich in den Titel als Anspielung verstehen. Wir empfanden ihn jedoch als erklärungsbedürftig und haben uns daher für einen abweichenden Titel entschieden. „Cold Game“ spiegelt wunderbar die Atmosphäre der Story wider, in der gefühlskalte Charaktere und perfide Machtspiele – bei denen es eigentlich keine Gewinner geben kann – im Mittelpunkt stehen.

MP: Der Titel spielt in einem fiktiven historischen Setting. Gab es hier besondere Herausforderungen bei der Bearbeitung?

Lisa: Oh ja! ^^ Aber unsere Übersetzerin Kaja Chilarska hat viel Herzblut in die Übersetzung gesteckt und tolle Vorschläge zu Anreden und Titeln gemacht. Uns war es wichtig, mittels Ansprachen die unterschiedlichen Stellungen zu betonen, aber per Duzen z. B. auch Nähe oder Kälte darzustellen. Die Namen haben wir eingedeutscht bzw. „europäisiert“. Sie wecken Assoziationen an historische Figuren oder auch Historienromane und unterstreichen die dramatische Handlung. Im japanischen Original erhält unsere Heldin Alna beispielsweise den Spitznamen „Sumire“, der „Veilchen“ bedeutet und auf ihre blauen Augen anspielt. Da die Namen der anderen Protagonisten aber vermehrt angelsächsische Klänge haben, haben wir uns hier für „Violet“ entschieden. Das macht es einfach runder. Und schließlich haben wir versucht, der Sprache einen altertümlichen, aber trotzdem modernen Ton zu geben, damit der Lesefluss angenehm ist und Spaß macht.

©2018 Kaneyoshi IZUMI/SHOGAKUKAN

MP: Was macht diese Reihe so besonders und unterscheidet sie von anderen Shojo-Titeln?

Lisa: Ich finde, dass Izumi-sensei eine mitreißende Erzählerin ist, die mit spannenden Elementen direkt die Aufmerksamkeit der Leser*innen einfängt. Der erste Band startet z. B. mit einer dramatischen Szene, in welcher sich unsere Heldin Alna auf der Flucht befindet, während eine melancholische Erzählstimme von verstorbenen Königinnen berichtet. Dann wechselt das Geschehen in die Vergangenheit und wir werden zu Beobachtern, die Alnas schicksalhaften Weg fortan begleiten. Neben diesen Zeitsprüngen setzt Izumi-sensei vor allem auf undurchsichtige Charaktere und spannende Wendungen. Zu keinem Zeitpunkt weiß man, ob ein neuer Charakter Freund oder Feind ist, und man sucht in detektivischer Manier nach Hinweisen. Cold Game hat daher auch Seiten eines Krimis, verzichtet jedoch nicht auf kleine humorvolle Einlagen und zarte romantische Anklänge. Stilistisch arbeitet die Mangaka mit klassischen Shojo-Elementen und der zarte, teils reduzierte Zeichenstil wirkt manchmal wie ein Bruch zu den brutalen Ereignissen. Dieser Mix hat mich überrascht und schnell überzeugt. Wer also eine Pause von reinen Romance-Titeln braucht und spannenden Lesestoff sucht, dem lege ich diesen Shojo ans Herz.

©2018 Kaneyoshi IZUMI/SHOGAKUKAN

TagsTOKYOPOPInterviews
Lisa

Lisa | Autor

Lisa arbeitet seit 2018 bei TOKYOPOP. Der Autorenkommentar im ersten Band von Cold Game zählt übrigens zu den schönsten, die sie in ihrer Zeit als Manga-Redakteurin gelesen hat.

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